Freunde der LSE e.V.

Studieren an der LSE

Aus eigener Erfahrung kennen wir die Herausforderungen, die ein Studienplatzangebot der LSE stellt. Deshalb möchten wir auf dieser Seite einen Überblick über Möglichkeiten zur Studienfinanzierung, Krankenversicherung und Kontoeröffnung in England geben, die unserer Erfahrung nach viele Fragen aufwerfen bzw. besonders schwierig sein können.

 


Finanzierung eines LSE Studiums

Grundsätzlich gibt es ja zwei große Ausgabenblöcke, die Sie im Rahmen eines Studiums an der LSE bestreiten müssen: Die Studiengebühren und die - in London leider recht hohen - monatlichen Lebenshaltungskosten.

Studiengebühren

Um die Studiengebühren müssen sich EU Bürger während Ihres Studiums keine Gedanken machen, denn Sie haben Anspruch auf einen vollständigen Studiengebührenkredit der britischen Regierung, wenn das Einkommen der Eltern unterhalb bestimmter Grenzen liegt. Diesen Kredit muss man erst nach Studienende zurückzahlen und auch nur, wenn man über 25.000 Euro im Jahr verdient. Die offiziellen Informationen für den Kreditantrag gibt es auf dieser Seite und das Antragsformular zum Download hier. Genauere Informationen über den Studienkredit finden Sie auch im "Funding Guide" der LSE auf den Seite 1(ff.) sowie im "Guide to Financial Support" der britischen Regierung.

Lebenshaltungskosten

Für die Finanzierung der Lebenshaltungskosten gibt es sowohl von der LSE wie auch von anderen Organisationen Stipendien oder auch das Auslandsbafög und (sofern dann noch nötig) Studienkredite: 

Die LSE vergibt Stipendien zuerst nach Einkommen der Eltern ("Haushaltseinkommen"). Wie auf Seite 2 des Funding Guide beschrieben, gibt es für Studenten bis zu 4000 £ pro Jahr, die selbstverständlich nicht zurückgezahlt werden müssen. Mit 4000 £ lässt sich zum Beispiel ein Einzelzimmer in der Roseberry Hall fast das ganze erste Studienjahr bezahlen und bei einem Platz im Doppelzimmer wäre sogar noch Geld für Einkäufe, Bücher etc. übrig. Außerdem gibt es noch weitere Stipendien für EU Bürger, zu denen Sie weitere Informationen (inklusive Bewerbungsdeadlines) auf dieser Seite finden.

Weitere Unterstützung mit bis zu 597 Euro pro Monat (+ 300 Euro Büchergeld im Monat) gibt es durch Stipendien deutscher Stiftungen, wie zum Beispiel die Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die Friedrich Ebert Stiftung, die Konrad Adenauer Stiftung oder die Studienstiftung des deutschen Volkes, um ein paar der bekanntesten zu nennen. Einen Stipendienfinder für die Suche nach weiteren, passenden Stiftungen gibt es bei MyStipendium.

Die dritte Finanzierungsmöglichkeit (max. ca. 600-700 Euro/Monat) besteht durch das AuslandsBAfög, das für das gesamte Studium in London bezogen werden kann. Einen guten Einstieg in die "Bafög Welt" gibt es bei Arbeiterkind.de auf dieser Seite.
 
Jenseits der drei Finanzierungsarten gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten wie Studienkredite eines Bildungsfonds ("Bildungsfonds" oder "Deutsche Bildung"), um die (Lebenshaltungs-)Kosten eines Studiums zu finanzieren. Einen guten Überblick über verschiedene Möglichkeiten gibt es wiederum bei Arbeiterkind.de auf dieser Seite.

Da die Deadline für die Stipendien zum Teil schon im Frühsommer sein kann und auch Anträge (z.B. Auslandsbafög) eine gewisse Bearbeitungszeit benötigen, empfehlen wir, sich frühzeitig darum zu kümmern und nicht bis zum Start des Trimesters zu warten.

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Stand: 24. April 2015; Alle Angaben ohne Gewähr; Die Beschreibung der o.g. Finanzierungsmöglichkeiten ist keine Empfehlung der Freunde der LSE e.V. für oder gegen eine Finanzierungsart, Stiftung, Stipendium oder Firma.


Krankenversicherung

Sobald Sie als EU Bürger und LSE Student in England einreisen*, sind Sie automatisch National Health Service (NHS) versichert und müssen nicht mehr über eine deutsche Krankenkasse versichert sein. (Der National Health Service empfiehlt trotzdem, die europäische Krankenversicherungskarte nach England mitzunehmen, die Sie auf der Rückseite Ihrer Gesundheitskarte Ihrer (gesetzlichen) Krankenkasse finden oder von dieser erhalten.)

Es kann sinnvoll sein, sich in den ersten Wochen beim zuständigen NHS Arzt (GP, general practitioner) zu registrieren, was ggf. die Versorgung im Notfall vereinfacht. Selbst ohne Registrierung sind Sie aber immer NHS versichert, solange Sie auf britischem Boden sind. Die NHS Versicherung gilt allerdings nur für Behandlungen bei NHS-registrierten Ärzten und -Kliniken und nicht für die in London zahlreich vertretenen Privat-Ärzte und Privatkliniken.

Die LSE bietet auf dieser Seite einen guten Überblick über die ersten Schritte im NHS.

Informationen des NHS für Ausländer gibt es auf dieser Seite.

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* "Some people who are not ordinary residents in the UK are still entitled to at least some hospital treatment free of charge. These include those working for UK-based employers and students on courses of at least six months in duration." Quelle: NHS, aufgerufen am 24. April 2015

Stand: 24. April 2015; Alle Angaben ohne Gewähr


Kontoeröffnung in England

Das Eröffnung eines Bankkontos in England ist im Vergleich zu Deutschland komplizierter und kann selbst laut Aussage der LSE "einige Wochen" in Anspruch nehmen. Die LSE bietet auf dieser Seite einen guten Überblick der notwendigen Schritte und Banken in der Nähe der Uni.

Prinzipiell kann man in England bis auf ganz wenige Ausnahmen alles entweder per Bargeld oder Kredit/Debitkarte bezahlen. Die deutsche EC-Karte gibt es im Vereinigten Königreich unter der Bezeichnung "Maestro" oder (ebenfalls populär) als "Visa Debit" und hat die gleichen Funktionen. Gerade in London passiert es leider häufiger, dass Bankkarten an frei zugänglichen Geldautomaten mitgelesen werden. Wir alle kennen Kommilitonen, bei denen plötzlich mysteriöse Bargeldverfügungen auf dem Kontoauszug aufgetaucht sind. Wirklich sicher sind nur Bankautomaten in Bankfilialen, deren Öffnungszeiten 9-12 Uhr und 14-16.30 Uhr leider nicht dem Ruf Londons als Großstadt entsprechen. Nur wenige größere Bankfilialen in Uni-Nähe sind länger geöffnet (z.B. HSBC Fleet Street Branch).

Konten ohne Gebühr**:

1.) HSBC Basic Bank Account
Der Basic Bank Acocunt ist das Basiskonto der HSBC. Als ausländischer LSE-Student sollte man dieses Konto nur(!) in der Fleet Street Branch eröffnen, da nur dort die ausgedruckten LSE-Studienbescheinigungen akzeptiert werden. Das Kontopaket beinhaltet auch eine Visa Debit Karte zum Bezahlen in Läden oder beim Online Shopping. Das Konto hat ein Bargeld-Limit von 300GBP pro Tag. Für die Kontoeröffnung benötigt man einen Adressnachweis, also eine ausgedruckte (und vom Student Service Centre extra gestempelte) Studienbescheinigung mit der englischen Wohnheim- bzw. Wohnungsadresse im Briefkopf (Ausdruck via LSEforYou).

2.) Natwest Basic Account
Der Natwest Basic Account ist das Basiskonto der NatWest und schließt ebenfalls eine Visa Debit Karte mit ein. Natwest hat den Vorteil, Partnerbank der LSE mit einer Filiale auf dem Campus zu sein. Außerdem nimmt die Bank alle Studenten und ist mit dem Adressnachweis nicht so kleinlich wie andere Banken. Allerdings kann Natwest für eingehende Euro-Überweisungen ggf. eine Gebühr verlangen und hat als LSE Partnerbank insbesondere in den ersten Wochen des Michaelmas-Terms lange Wartezeiten von ca. 60-90 Minuten für ein Gespräch.

Konten mit Gebühr, wie zum Beispiel "Select Silver" (Natwest, 10 GBP/Monat) bei NatWest, bieten diverse goodies (z.B. Young Persons' Railcard, Kinogutscheine, Maestro-Karten, ...) und werden immer von den Bankberatern als "leichte" und "angenehme" Umzugshilfe vorgeschlagen. Unserer Erfahrung nach empfiehlt sich allerdings eine genaue Rechnung, ob die angebotenen Vorteile den monatlichen Preis rechtfertigen.


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 Stand: 24. April 2015; Alle Angaben ohne Gewähr

** Die Beschreibung dieser Konten ist keine Empfehlung der Freunde der LSE e.V. für oder gegen eine bestimmte Bank oder Kontotyp.